Dezentrales Diabetes-Screening: Was die neue Fundusfotografie-Bewertung für die Versorgung bedeutet

10. August 2026

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat die Fundusfotografie zur Früherkennung diabetischer Netzhautschäden bewertet. Ergebnis: Das Verfahren ist gleichwertig geeignet und lässt sich dezentral durchführen – etwa hausärztlich und telemedizinisch befundet. Es ersetzt die augenärztliche Untersuchung nicht, verlagert aber den ersten Screening-Schritt näher zum Patienten.

Was bewertet wurde

Die Fundusfotografie erkennt eine diabetische Retinopathie im Screening gleichwertig zur bisherigen Vorgehensweise. Wichtig ist die Abgrenzung: Sie ersetzt die augenärztliche Ophthalmoskopie nicht. Zeigt eine Aufnahme Auffälligkeiten, ist weiterhin eine fachärztliche Abklärung erforderlich. Der Nutzen liegt darin, dass der Screening-Schritt selbst dort stattfinden kann, wo die Patienten ohnehin sind – gerade angesichts steigender Diabeteszahlen und begrenzter augenärztlicher Kapazitäten.

Der Trend: Versorgung wandert näher zum Patienten

Der Fall steht für eine größere Entwicklung: Diagnostik und Versorgung verlagern sich aus der spezialisierten Praxis oder Klinik in dezentrale, ambulante und mobile Settings. Was früher an einen festen Standort gebunden war, findet zunehmend verteilt statt – in Hausarztpraxen, medizinischen Versorgungszentren oder über mobile Teams.

Die organisatorische Konsequenz

Dezentrale Versorgung heißt: Nicht der Patient kommt zum Personal, sondern Personal und Technik kommen zu wechselnden Orten. Das erhöht die Anforderungen an die Einsatzsteuerung erheblich – wer ist wann wo qualifiziert verfügbar, wie werden Fahrten, Termine und Nachweise über mehrere Standorte hinweg organisiert? Für medizinische Versorgungszentren, Träger und Personaldienstleister wird flexible, standortübergreifende Planung damit zum Kernthema.

Wie stazzle dezentrale Teams unterstützt

stazzle steuert Einsätze standortunabhängig: Verfügbarkeiten und Qualifikationen bleiben transparent, offene Einsätze lassen sich gezielt an geeignete Kräfte ausspielen, und die digitale Zeiterfassung funktioniert unabhängig vom Ort. Über den Flexpool lassen sich mobile und dezentrale Teams flexibel besetzen. Warum flexible Einsatzsteuerung angesichts des Personalmangels immer wichtiger wird, zeigt unser Beitrag zum Pflegekräftemangel im Krankenhaus 2026.

Häufige Fragen

Was ist die Fundusfotografie beim Diabetes-Screening?

Die Fundusfotografie ist eine fotografische Aufnahme des Augenhintergrunds zur Früherkennung diabetischer Netzhautveränderungen (diabetische Retinopathie). Sie kann dezentral erstellt und telemedizinisch befundet werden.

Ist die Fundusfotografie gleichwertig zur augenärztlichen Untersuchung?

Nach der Bewertung des IQWiG ist die Fundusfotografie zur Früherkennung gleichwertig geeignet. Sie ersetzt die augenärztliche Untersuchung jedoch nicht: Bei auffälligen Befunden ist weiterhin eine augenärztliche Abklärung nötig.

Warum wird das Diabetes-Screening dezentraler?

Weil das Screening auch außerhalb der Augenarztpraxis – etwa hausärztlich und telemedizinisch – möglich wird. Angesichts steigender Diabeteszahlen und begrenzter Facharztkapazitäten wandert der erste Screening-Schritt näher zum Patienten.

Was bedeutet dezentrale Versorgung für die Personalorganisation?

Personal und Geräte müssen zu wechselnden, dezentralen Einsatzorten gebracht werden. Das erfordert eine flexible Einsatzsteuerung, standortunabhängige Zeiterfassung und transparente Qualifikationsnachweise.

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG); Deutsches Ärzteblatt (10.08.2026). Stand: August 2026. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine medizinische Beratung.

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