
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat gemeinsam mit dem Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) das Fachkräftemonitoring 2026 veröffentlicht. Die Kernaussage ist unbequem: Trotz Rekordzahlen bei Ausbildungsplätzen und einem wachsenden Personalbestand findet die Mehrheit der Krankenhäuser ihre offenen Stellen nicht mehr besetzt. Und der Engpass ist kein vorübergehendes Phänomen – mit dem Renteneintritt der Babyboomer wird er sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen.
Die Zahl der Auszubildenden und Assistenzärzte ist auf einem Allzeithoch. Trotzdem bleibt die Lage angespannt – weil der demografische Abgang, der hohe Teilzeitanteil und die wachsende Dokumentationslast die Zugewinne auffressen. Entscheidend ist nicht, wie viele Menschen auf der Gehaltsliste stehen, sondern wie viele effektiv verfügbare Stunden am Patienten ankommen. Genau hier entsteht die Lücke: zwischen geplanter Besetzung und dem, was nach Ausfällen, Teilzeit und Bürokratie real übrig bleibt.
Damit verschiebt sich das Problem von der reinen Rekrutierung zur Organisation: Wie werden vorhandene Kräfte verteilt, wie werden kurzfristige Ausfälle aufgefangen, und wie bindet man Mitarbeitende, damit sie nicht in Teilzeit gehen oder den Beruf verlassen?
stazzle bündelt genau diese organisatorischen Hebel in einer Plattform. Mit dem internen Flexpool und der digitalen Schichtverwaltung lassen sich eigene Springerkräfte, Verfügbarkeiten und offene Dienste zentral steuern. Die digitale Zeiterfassung reduziert Nachweis- und Dokumentationsaufwand, und über ein Vendor-Management-System binden Kliniken externe Personaldienstleister transparent und kontrolliert ein. Wer die Personalstruktur zunächst sauber planen will, findet Methoden im Beitrag zur Personalbedarfsplanung; die rechtlichen Leitplanken beim Dienstplan in der Pflege haben wir separat aufbereitet.
Software beseitigt den Fachkräftemangel nicht. Aber sie entscheidet darüber, wie viel der vorhandenen Kapazität tatsächlich am Bett ankommt – und ob Mitarbeitende bleiben.
Laut DKG-Fachkräftemonitoring 2026 haben 66 % der Krankenhäuser Stellenbesetzungsprobleme. Auf Allgemeinstationen bleiben in betroffenen Häusern im Mittel rund 18 Pflegestellen unbesetzt.
Absehbar mehr als 300.000 – mindestens jeder vierte Krankenhausbeschäftigte erreicht bis 2035 das Rentenalter oder steht kurz davor.
Kurzfristig wirken organisatorische Hebel: interne Flexpools, digitale und transparente Schichtplanung, schnelles Ausfallmanagement und die kontrollierte Einbindung externer Personaldienstleister.
Nein. Software kann den Mangel nicht auflösen, aber sie erhöht die effektiv am Patienten verfügbare Zeit und verbessert die Mitarbeiterbindung, indem Planung fairer und Bürokratie geringer wird.
Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in Kooperation mit dem Deutschen Krankenhausinstitut (DKI): Fachkräftemonitoring 2026, veröffentlicht auf dkgev.de. Stand: August 2026.


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