Ist die digitale Unterschrift bei AÜ-Verträgen zulässig?

13. Juli 2022
Kann man Arbeitnehmerüberlassungsverträge digital unterschreiben?

Immer mehr Tools bieten die Funktion einer digitalen Unterschrift an. Damit lassen sich dann Verträge digital unterschreiben. Da liegt die Vermutung nahe, dass man auch den Arbeitnehmerüberlassungsvertrag einfach online unterschreiben kann. Wo soll denn auch der Unterschied zu ausdrucken, unterschreiben und versenden sein?

Der Unterschied liegt unter anderem im Zeitaufwand. Einen Vertrag online zu unterschreiben, würde nur ein Bruchteil der Zeit kosten. Die gängigen Tools bieten dabei aber meist nur eine einfache Signatur an. Diese lässt sich im Zweifelsfall nicht einwandfrei dem Ersteller zuordnen. Deshalb spricht man oft davon, dass diese Form der digitalen Unterschrift nicht rechtssicher oder rechtsgültig sei.

Die echte Unterscheidung nimmt allerdings das BGB vor. Verträge, die keine Schriftform benötigen, können unkompliziert mit einer digitalen Unterschrift unterschrieben werden. Dies ist dann die einfache elektronische Signatur. Verwendung findet diese meist bei Verträgen, die freiwillig in Schriftform festgehalten werden. So unterliegt der Arbeitsvertrag zum Beispiel nicht der Schriftform. Ein schriftlicher Arbeitsvertrag hat sich aber aus guten Gründen in der Praxis durchgesetzt.

Für den Arbeitnehmerüberlassungsvertrag galt lange die Schriftform. Seit dem 1. Januar 2025 verlangt § 12 AÜG nur noch die Textform. Damit lässt sich der AÜV digital abschließen, ohne qualifizierte elektronische Signatur. Die QES brauchen Sie nur noch dort, wo das Gesetz weiterhin Schriftform vorschreibt, zum Beispiel bei der Befristung eines Arbeitsvertrags nach § 14 Abs. 4 TzBfG.

Wann ist eine digitale Unterschrift rechtsgültig?

Der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) wohnt die gleiche Beweiskraft inne, wie der händischen Unterschrift auf Papier. Damit dies aber der Fall ist und die QES nicht missbräuchlich genutzt werden kann, sind die Anforderungen an die rechtssichere elektronischen Signatur deutlich höher.
Für die QES Bedarf es eines speziellen Zertifikats, das zweifelsfrei der unterschreibenden Person zugeordnet werden kann. Diese Zertifikate können nur von bestimmten Anbietern erstellt werden und setzen ein Identifikationsverfahren voraus.

Die Anforderungen an den Zertifikatsanbieter, den Ablauf und Weiteres wird in der europaweiten eIDAS Verordnung geregelt. Damit gilt in Europa ein einheitlicher Standard zur elektronischen Identifizierung bei so genannten Vertrauensdiensten. Klingt erstmal sehr bürokratisch, ist es tatsächlich auch. Denn Rechtssicherheit im digitalen Raum ist ein hohes Gut.

Über den Standard hinaus nutzen führende Anbieter zusätzlich einen unveränderbaren Zeitstempel, damit zweifelsfrei belegt werden kann, wann die Unterschrift erfolgte. Im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung ist dies besonders wichtig, da damit nachgewiesen werden kann, dass der Arbeitnehmerüberlassungsvertrag vor dem ersten Einsatztag unterschrieben wurde.
Damit lassen sich dann in der Arbeitnehmerüberlassung auch spontane und kurzfristige Einsätze bewerkstelligen.

Eine digitale Unterschrift ist also rechtsgültig, wenn sie die Form erfüllt, die das Gesetz für den jeweiligen Vertrag verlangt. Für den AÜV ist das seit 2025 die Textform. Nur wo weiterhin Schriftform gilt, brauchen Sie eine qualifizierte elektronische Signatur.

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Wie erstellt man eine elektronische Signatur?

In stazzle unterschreiben Einsatzbetrieb und Personaldienstleister den AÜV direkt in der Plattform. Die Unterschrift erfolgt in Textform, das reicht für den AÜV nach § 12 AÜG. Eine Video-Identifikation oder ein eigenes Signaturzertifikat brauchen Sie dafür nicht.

Wer lieber auf Papier unterschreibt, lädt den Vertrag als PDF herunter. Eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) bietet stazzle nicht an.

Automatisierte Vertragserstellung mit digitaler Unterschrift

Wie nutzen Sie die digitale Unterschrift am effektivsten? Die größte Zeit- und Kostenersparnis entsteht durch eine automatisierte Erstellung von Arbeitnehmerüberlassungsverträgen, bei der Sie auch die Mitarbeiter- und Einsatzdaten nicht mehr manuell einpflegen müssen. Wenn Sie einen solchen Arbeitnehmerüberlassungsvertrag einfach und mit wenigen Klicks digital und rechtssicher unterschreiben, schaffen Sie endlich die Freiräume, die Ihre Mitarbeiter benötigen, um erfolgreich zu sein.

Apropos mehr Freiräume. Man sagt immer, das Zeit Geld sei. Wieviel Geld können Sie mit der Vertrags- und Signaturlösung von stazzle sparen?

Wie groß ist das Sparpotential wenn man Verträge digital unterschreibt?

Um zu berechnen, wieviel Geld Sie mit stazzle einsparen können, sollten Sie sich die unterschiedlichen Kostenfaktoren einmal vor Augen führen. Einerseits ist da natürlich das Handling mit Papier, die Portokosten und Druckkosten. Im Durchschnitt sind das 1,84€ pro Porto und Briefumschlag und knapp 0,72€ pro Druck inklusive Papier. Natürlich pro Vertrag.
Dazu kommt dann außerdem die Arbeitszeit Ihrer Mitarbeiter für Vertragserstellung, Eintüten, Abheften, etc.

Ab und an müssen Verträge dann auch selbst zum Kunden gefahren werden. Somit sparen Sie Zeit und Geld bei jeder Buchung über stazzle.


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